March 2020

UNIKATE IN SERIE

#unikate #ansatz #einzigartigkeit

Was soll das mit diesen Unikate in Serie? Warum schreibt zita products sich so ein Zeug auf die Fahne? Im Folgenden philosophieren wir über Produkte aus Massenproduktion und das Potenzial welches wir in der Einzigartigkeit und damit in einzigartigen Produkten sehen:

Ausgehend von der industriellen Massenproduktion, bei der endlose einheitliche Produkte in standardisierten Produktionsprozessen hergestellt werden, entsteht folgender Konflikt: Wo ist der Wert des einzelnen Produkts innerhalb der gigantischen Masse einheitlicher Produkte und was bedeutet es für unsere Gesellschaft?

Heutzutage ist die Verwendung eines Produkts bis wir es wegwerfen drastisch kürzer als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Dies hängt sicherlich mit der Langlebigkeit zusammen, aber auch mit Kosten und Trends. Massenprodukte sind im Gegensatz zu handgefertigten Waren vergleichsweise billig. Deshalb können sie häufiger ausgetauscht werden.

Es stellt sich also folgende Frage: Kann sich ein Produkt entwickeln, wenn es unendlich kopiert wird, und damit kann sich auch eine Gesellschaft entwickeln, wenn Geschmack und Werte endlos kopiert werden?

In der industriellen Massenproduktion, mit ihren standardisierten Produktionsprozessen und den endlosen einheitlichen Produkten, können wir manchmal einzigartige Ergebnisse beobachten, die durch Fehler verursacht werden. Sogenannte „Glitches“ (nicht definierbare Pannen) in den Produktionslinien, verursachen unerwünschte Ergebnisse, die aber weitaus wertvoller und sicherlich weitaus interessanter sind, als das seriell produzierte Original.

Wir als Gesellschaft sind zum Beispiel der festen Überzeugung, dass die deformierte „Mini-Brezel“ oder das verformte Lakritzrad in einem Beutel mit „normalen“ Rädern etwas Besonderes ist.

Warum sollten wir dieses Prinzip der Einzigartigkeit also nicht in einer Art der Serienproduktion, der Kleinserie, anwenden, um diesen Produkten einen Mehrwert zu verleihen?

Sie fragen: „Warum? Es gibt bereits Einzelstücke und Unikate in Kunst oder Handwerk! “

Der Wert klassischer Einzelstücke oder Unikate kann kaum definiert werden, kann oft nur von Mitgliedern bestimmter Eliten beurteilt werden. Um Vergleichbarkeit und Zugang zu diesem Prinzip für eine breite Gesellschaft zu schaffen, brauchen wir die Kleinserie. Am Ende können wir dann auch das Einzelstück beurteilen welches vom Standard perfekt produziert wurde.

Riskieren wir einen Blick in die Natur, in der immer reproduzierbare Ergebnisse vorhanden sind, die durch den genetischen Code bedingt sind und den „Produktionsprozess“ stimulieren. Wenn in diesem genetischen Code ein Fehler auftritt, der grundsätzlich bereits eindeutige Ergebnisse liefert, stellt sich eine eindeutige Ausgabe heraus, die nicht dem Standard entspricht.

Der Begriff Einzigartigkeit gibt also Raum für eine Reihe von Möglichkeiten, die ein Zusammenspiel von Irrtum und Faszination ermöglichen. Die Erzählung von Perfektion kann unterbrochen und gleichzeitig Einzigartigkeit und Wertsteigerung erreicht werden. Wie in der Natur zum Beispiel beim vierblättrigen Kleeblatt zu sehen ist: ein Gen-Defekt ist in der westlichen Kultur ein Symbol für Glück.

© Heike Bollig
© Heike Bollig

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